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Team Warenzo WMSZuletzt aktualisiert: 8. Oktober 2026

WMS-Vergleich: Auswahlkriterien, Anbieter und Infios vs. EPG vs. SAP

Ein WMS-Vergleich scheitert selten am Funktionsumfang und fast immer an der Frage, wonach überhaupt verglichen wird. Diese Seite beantwortet beides: nach welchen Auswahlkriterien sich Lagerverwaltungssysteme sinnvoll gegenüberstellen lassen, wie die WMS-Anbieterlandschaft im DACH-Raum sortiert ist — und wie das WMS von Infios im Vergleich zu EPG und SAP abschneidet. Infios (ehemals Körber Supply Chain Software), EPG (Ehrhardt Partner Group, WMS LFS) und SAP EWM sind etablierte Enterprise-Suiten für komplexe Lager- und Supply-Chain-Landschaften. Für Speditionen mit angeschlossenem Lager, Umschlag oder Cross-Dock zählt aber oft weniger der maximale Funktionsumfang als ein schneller, beherrschbarer operativer Einstieg. Diese Seite ordnet die Systeme sachlich ein und zeigt, wann Warenzo WMS als fokussierte Alternative die wirtschaftlichere erste Stufe ist.

Auswahlkriterien: wonach man WMS-Systeme wirklich vergleicht

Die meisten WMS-Vergleiche listen Funktionen und vergleichen dann Häkchen. Das führt in die Irre, weil jedes ernstzunehmende Lagerverwaltungssystem die Grundfunktionen abdeckt — Bestand, Einlagerung, Kommissionierung, Inventur. Unterschieden wird an anderer Stelle: am Betriebsmodell, an der Mandantenfähigkeit, an der Einführungsdauer und daran, was das System tut, wenn der Alltag vom Standardprozess abweicht.

Für Speditionen mit Lager und Logistikdienstleister sind es erfahrungsgemäß diese Kriterien, die die Entscheidung tragen — in dieser Reihenfolge, nicht alphabetisch:

  • Mandantenfähigkeit: getrennte Bestände, Stammdaten und Auswertungen je Auftraggeber — oder nur ein Kundenfeld am Artikel
  • Abrechnung: entstehen die abrechenbaren Leistungen aus denselben Buchungen wie die Lagerbewegungen, oder braucht es eine zweite Erfassung
  • Wareneingang und Avis: Abgleich gegen die Avisierung, Tor-Check-in, NVE/SSCC bis auf Packstückebene
  • Einführungsdauer und Vorprojekt: Wochen mit Standardprozessen gegen Monate mit Konzeptphase
  • Betriebsmodell: Cloud mit EU-Hosting gegen On-Premise mit eigenem Lager-Server und Wartungsfenstern
  • Lizenz- und Preismodell: Paketpreis, pro Nutzer oder projektbasiert — und was passiert, wenn ein Auftraggeber wegfällt
  • Integrationstiefe: offene API und Standardformate gegen projektierte Schnittstellen
  • Automatisierungsanbindung: wird Förder- und Lagertechnik gesteuert, oder ist der Prozess manuell und scanner-geführt
  • Vertragsbindung und Ausstiegskosten: monatlich kündbar gegen mehrjährige Laufzeit
  • Sprache und Support: deutsche Oberfläche und deutschsprachiger Support im operativen Betrieb

Die WMS-Anbieterlandschaft im DACH-Raum

Wer WMS-Anbieter vergleicht, vergleicht in der Praxis vier Gruppen, die unterschiedliche Probleme lösen. Die Gruppe zu bestimmen ist der eigentliche Auswahlschritt — innerhalb einer Gruppe unterscheiden sich die Systeme deutlich weniger als zwischen den Gruppen.

Der Name inconso ist im Markt weiterhin geläufig; dieses Produktumfeld firmiert heute unter Infios, zuvor Körber Supply Chain Software. Wir beschreiben Funktionsumfang und Ausrichtung der Wettbewerbsprodukte bewusst generisch — maßgeblich sind die jeweils aktuellen Herstellerangaben.

  • Enterprise-WMS-Suiten — Infios (zuvor Körber Supply Chain Software, davor inconso), EPG mit WMS LFS, SAP EWM: breite Funktionstiefe, Automatisierungsanbindung, entsprechender Projektaufwand
  • Planungs- und Bestandsoptimierer: Schwerpunkt Disposition, Forecast und Handelslogistik, nicht die operative Lagerausführung
  • TMS-nahe Speditionssoftware: stark in Disposition, Relation und Frachtabrechnung, führt die Ware im Haus aber meist nur als Sendungsposition
  • Schlanke Cloud-WMS wie Warenzo: klar abgegrenzter operativer Scope, Mandantentrennung im Kern, Abrechnung je Auftraggeber, produktiv in Wochen

Worum es im Vergleich Infios, EPG und SAP wirklich geht

Infios, EPG und SAP gegeneinander zu stellen, führt schnell in die falsche Frage. Es geht selten um „besser oder schlechter", sondern um Passung: Eine Enterprise-Suite ist für konzernweite, oft hochautomatisierte Lagernetzwerke gebaut. Eine Spedition mit Lager hat dagegen häufig einen anderen Engpass — Wareneingang, Avis-Prüfung, NVE/SSCC, Bestandstransparenz und Auftragsstatus.

Funktionsumfang und Ausrichtung der Wettbewerbsprodukte beschreiben wir bewusst generisch; maßgeblich sind die jeweils aktuellen Angaben der Hersteller. Ziel dieser Seite ist eine faire Einordnung, keine Abwertung.

Was Enterprise-WMS-Suiten typischerweise auszeichnet

  • Enterprise-Suiten wie Infios, EPG/LFS und SAP EWM adressieren typischerweise große, heterogene Lagernetzwerke mit hohem Automatisierungsgrad
  • Breite Funktionstiefe für Materialflusssteuerung, Anbindung von Förder- und Lagertechnik und komplexe Supply-Chain-Prozesse
  • Tiefe Integration in bestehende ERP-Landschaften — bei SAP EWM nativ innerhalb des SAP-Stacks
  • Ausgelegt auf langfristige Projekte mit entsprechendem Budget, Einführungszeit und internen Projektressourcen

Wann eine Enterprise-Suite die richtige Wahl ist

  • Hochautomatisierte Lager mit Materialflussrechner und angebundener Fördertechnik
  • Konzernweite Harmonisierung über viele Standorte und Fachbereiche hinweg
  • Eine bestehende SAP-Landschaft, in die SAP EWM nahtlos passt
  • Vorhandenes Projektbudget und ein Team, das eine mehrmonatige Einführung tragen kann

Wann Speditionen mit Lager eine schlanke Alternative bevorzugen

  • Der akute Engpass liegt im Wareneingang, in der Avis-Prüfung, bei NVE/SSCC oder im Auftragsstatus — nicht in der Steuerung von Fördertechnik
  • Mehrere Auftraggeber im selben Lager müssen getrennt geführt und kundengenau abgerechnet werden (Mehrmandanten-Abrechnung)
  • Cross-Dock und Palettenkonten sollen ohne Excel sauber laufen
  • Go-Live in Wochen statt Monaten, monatlich kündbar, 3PL-Lager 399 €/Monat
  • Kein eigener Lager-Server, EU-Hosting, deutsche Oberfläche und deutschsprachiger Support

So läuft ein WMS-Vergleich praktisch ab

Ein belastbarer WMS-Vergleich beginnt nicht bei den Anbietern, sondern bei den eigenen Prozessen. Wer zuerst Demos ansieht, vergleicht Präsentationsqualität statt Passung — und landet regelmäßig bei dem System mit dem breitesten Funktionsumfang statt bei dem mit der kürzesten Strecke zur Wirkung.

Bewährt hat sich diese Reihenfolge. Der Aufwand liegt bewusst vorn: Schritt 1 und 2 kosten wenige Tage und ersparen mehrere Wochen Anbietergespräche über Themen, die gar nicht entscheidungsrelevant sind.

  • 1. Anforderungen festhalten: Welche Prozesse laufen heute, wo entstehen Fehler, was ist Pflicht und was Komfort — ein knapper Anforderungskatalog reicht, kein 80-seitiges Lastenheft
  • 2. Gruppe bestimmen: Enterprise-Suite, Planungssystem, TMS-Modul oder schlankes Cloud-WMS — siehe Anbieterlandschaft oben
  • 3. Longlist auf drei bis fünf Kandidaten kürzen, ausschließlich anhand der Kriterien aus Schritt 1
  • 4. Testszenarien statt Standarddemo: die eigenen Sonderfälle vorgeben — Fehlmenge im Wareneingang, Umbuchung zwischen Auftraggebern, Palettenkonto-Differenz
  • 5. Gesamtkosten über drei Jahre rechnen, inklusive Einführung, Hardware, Schnittstellen und Betrieb — nicht nur Lizenz gegen Lizenz
  • 6. Ausstieg mitprüfen: Datenexport, Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist

Infios vs. EPG vs. SAP vs. Warenzo WMS — die Einordnung

Infios, EPG und SAP sind starke Antworten auf komplexe, oft konzernweite Logistik. Warenzo WMS ist die fokussierte Antwort auf den operativen Alltag einer Spedition mit Lager. Wenn die akute Frage Tor-Check-in, Avis, NVE/SSCC oder Auftragsstatus ist, bringt ein spezialisiertes WMS meist schneller Wirkung als ein großes Suite-Projekt.

Beides schließt sich nicht aus: Warenzo WMS lässt sich über die offene API später an weitere Systeme anbinden. Sinnvoll ist, zuerst die Prozesswahrheit im Lager zu stabilisieren, statt eine große Systemarchitektur auf einen instabilen Alltag aufzusetzen.

Häufige Fragen

Nicht über Funktionslisten — die Grundfunktionen deckt jedes ernstzunehmende Lagerverwaltungssystem ab. Sinnvoll ist die umgekehrte Reihenfolge: erst die eigenen Prozesse und den akuten Engpass festhalten, daraus wenige harte Kriterien ableiten (Mandantenfähigkeit, Abrechnung, Einführungsdauer, Betriebsmodell, Preismodell, Ausstieg), damit die Longlist auf drei bis fünf Kandidaten kürzen und diese mit den eigenen Sonderfällen testen statt mit der Standarddemo. Wer bei den Anbietern beginnt, vergleicht Präsentationen; wer bei den Prozessen beginnt, vergleicht Passung.

Nein, und jeder Vergleich, der ein System zum besten erklärt, verschweigt die Frage nach dem Anwendungsfall. Ein hochautomatisiertes Distributionszentrum, ein Handelsunternehmen mit Filialbelieferung und eine Spedition, die Ware für fremde Auftraggeber lagert, haben drei verschiedene Probleme — und damit drei verschiedene beste Systeme. Die sinnvolle Frage lautet: Welches WMS löst den Engpass, der uns heute Geld kostet, am schnellsten und am dauerhaftesten?

Der Markt sortiert sich in vier Gruppen: Enterprise-WMS-Suiten wie Infios (zuvor Körber Supply Chain Software, davor inconso), EPG mit WMS LFS und SAP EWM; Anbieter mit Schwerpunkt Bestandsoptimierung und Handelsplanung; TMS-nahe Speditionssoftware, die Disposition und Frachtabrechnung stark abdeckt, die Ware im Haus aber meist nur als Sendungsposition führt; und schlanke Cloud-WMS wie Warenzo WMS mit klar abgegrenztem operativem Scope. Die Gruppe zu bestimmen ist der eigentliche Auswahlschritt — innerhalb einer Gruppe sind die Unterschiede deutlich kleiner als zwischen den Gruppen.

Der Name inconso ist im Markt weiterhin geläufig, taucht in Ausschreibungen und Altverträgen auf und wird häufig noch als WMS-Anbieter gesucht. Dieses Produktumfeld firmiert inzwischen unter Infios, zuvor unter Körber Supply Chain Software. Für einen WMS-Vergleich heißt das praktisch: Wer inconso auf der Liste hat, vergleicht die Enterprise-Suite-Gruppe. Für den konkreten Funktions- und Lizenzstand sind die aktuellen Herstellerangaben maßgeblich.

Alle drei sind leistungsfähige Enterprise-Suiten für komplexe, oft hochautomatisierte Lager; sie unterscheiden sich vor allem in ERP-Integration und Branchenschwerpunkt. Für Speditionen mit Lager ist die relevantere Frage, ob man überhaupt eine Enterprise-Suite braucht oder eine fokussierte, schnell einführbare Lösung. Maßgeblich für die Detailbewertung sind die aktuellen Herstellerangaben.

Nicht grundsätzlich — es geht um Passung. Bei bestehender SAP-Landschaft und konzernweiter Steuerung ist SAP EWM naheliegend. Liegt der Engpass dagegen im operativen Lageralltag, ist ein schlankes WMS als erste Stufe oft schneller und wirtschaftlicher.

Nein. Warenzo WMS ist ERP-unabhängig; ein vorhandenes ERP ist keine Voraussetzung. Shopify und Shopware 6 werden über fertige Connectors angebunden, ein ERP lässt sich über die dokumentierte Stammdaten-API anbinden.

Ja, über eine eigene Anbindung an die Stammdaten-API; einen fertigen Connector zu einer Enterprise-Suite gibt es nicht. Empfehlenswert ist, zuerst die Lagerprozesse sauber und nachvollziehbar zu machen; Integrationen bauen darauf auf.

Im deutschsprachigen Markt für Lager- und Logistiksoftware treffen im Wesentlichen drei Gruppen aufeinander. Erstens die großen WMS-Suiten — Infios (früher Körber Supply Chain, davor inconso), Ehrhardt Partner Group (EPG) und SAP EWM: breiter Funktionsumfang, Automatisierungsanbindung, entsprechend Projektaufwand. Zweitens Anbieter mit Schwerpunkt Bestandsoptimierung, Handels- und Supply-Chain-Planung, in deren Umfeld Remira üblicherweise eingeordnet wird. Drittens schlanke Cloud-WMS wie Warenzo WMS, die einen klar abgegrenzten operativen Scope schnell produktiv machen. Welche Gruppe passt, hängt weniger am Funktionsumfang als an der Frage, ob zuerst ein Planungs-, ein Automatisierungs- oder ein operatives Lagerproblem gelöst werden soll.

Für Handelslogistik mit Filialbelieferung, Zentrallagern und hohem Automatisierungsgrad sind genau diese drei die naheliegenden Kandidaten: SAP EWM, wenn ohnehin SAP-Landschaft und Konzernharmonisierung im Spiel sind; EPG und Infios, wenn Fördertechnik, Pick-by-Voice oder mehrstufige Distributionsnetze abzubilden sind. Warenzo WMS ist hier ausdrücklich nicht die passende Antwort — es ist für Lagerdienstleister gebaut, die Ware für fremde Auftraggeber führen: Speditionen mit Lager sowie 3PL- und Fulfillment-Betriebe, mit Mandantentrennung im Kern und Abrechnung je Auftraggeber. Wer eigene Filialen beliefert, hat ein anderes Problem als wer für mehrere Auftraggeber lagert.

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