Wareneingang Software für Speditionen
Diese Seite beschreibt den operativen Ablauf von der Avisierung bis zur Einlagerung: Lieferung ankündigen, am Tor prüfen, NVE/SSCC scannen und den Bestand nachvollziehbar buchen. Suchfokus sind Wareneingang Software für Speditionen, der Avisierungsprozess im Lager, Lieferavisierung und NVE/SSCC im Eingang.
Das Problem
Die Avisierung läuft per E-Mail oder Excel, am Tor wird mit Zetteln gearbeitet, NVE/SSCC werden nicht einheitlich erfasst. Das kostet Zeit, verursacht Fehler und macht Nachvollziehbarkeit schwer.
Typische Symptome
- Lieferungen müssen am Tor manuell gegen E-Mails oder Ausdrucke abgeglichen werden
- Die Avisierung landet in einem Postfach statt im Prozess – am Tor ist das Lieferavis nicht auffindbar
- NVE/SSCC fehlen oder sind nicht sauber zuordenbar
- Der Bestand ist nach dem Wareneingang nicht sofort belastbar
Lösung mit unserem WMS
Mit einem WMS, das Avis, Check-in am Tor und WE-Scan in einem System bündelt, legen Sie Avis zentral an, scannen NVE/SSCC beim Wareneingang und validieren gegen den Avis. Kein Zettel am Tor, keine fehlenden Kennzeichnungen – alles in einem System.
- Avis anlegen und mit erwarteten NVE/SSCC hinterlegen
- Check-in am Tor mit Abgleich gegen Avis
- WE-Scan: NVE/SSCC scannen und validieren
- Staging auf Lagerplätze – Status in Echtzeit
Avisierung im Wareneingang: was der Prozess leisten muss
Avisierung ist der Vorgang, eine Lieferung vor dem Eintreffen anzukündigen; das Avis ist der Datensatz, der dabei entsteht. Die Begriffsabgrenzung steht ausführlich im verlinkten Beitrag – hier geht es um den operativen Teil: was der Avisierungsprozess im Speditionslager können muss, damit am Tor niemand mehr sucht.
Vier Anforderungen entscheiden darüber, ob die Avisierung im Betrieb trägt. Das Avis muss vor der Sendung da sein, nicht gleichzeitig mit ihr. Es muss erwartete Artikel, Mengen und die Referenz führen, unter der der Fahrer die Sendung nennt – Auftrags-, Liefer- oder Sendungsnummer. Es muss am Tor unter genau dieser Referenz auffindbar sein, ohne Postfachsuche. Und es muss der Sollwert sein, gegen den der Wareneingang gebucht wird, statt nur ein Beleg zur Ablage.
Der übliche Bruch liegt beim dritten Punkt. Die Avisierung selbst funktioniert in den meisten Lagern – der Verlader meldet die Lieferung an. Sie endet nur in einem Postfach oder einer Excel-Datei und damit außerhalb des Prozesses, in dem sie gebraucht wird. Genau diese Lücke schließt ein WMS, das Avis, Check-in und WE-Scan in derselben Quelle führt.
Lieferavisierung: vom Avis des Verladers bis zur Buchung
Die Lieferavisierung beschreibt den Weg eines eingehenden Lieferavis durch das Lager. Erster Schritt ist die Ankündigung durch Verlader oder Auftraggeber, mit erwarteten Artikeln, Mengen, Referenz und Termin. Zweiter Schritt ist die Erfassung im System: manuell angelegt oder per CSV-/Excel-Import mit Vorlage übernommen, wahlweise mit den erwarteten NVE/SSCC.
Dritter Schritt ist der Check-in am Tor. Die eintreffende Sendung wird unter ihrer Referenz gegen das Avis gestellt, Abweichungen bei Menge oder Kennzeichnung fallen an dieser Stelle auf und nicht erst bei der Inventur. Vierter Schritt ist der WE-Scan: NVE/SSCC werden gescannt und gegen das Avis validiert, danach wird auf Lagerplätze gebucht und der Bestand ist sofort belastbar.
Die Avisierung erreicht Warenzo WMS auf drei Wegen: durch Erfassung, per CSV-/Excel-Import oder als strukturiertes EDIFACT-DESADV-Lieferavis aus einem Vorsystem, je Verlader über ein eigenes EDI-Partnerprofil. Die EDI-Anbindung ist ein lizenzpflichtiges Zusatzmodul und gehört deshalb ins Vorgespräch – nicht, weil der Weg fehlt, sondern weil Format und Partnerprofil vorab geklärt werden sollten.
Nicht gemeint: Zustellavisierung und Avisierungsversuch
Zustellavisierung und Avisierungsversuch stammen aus einem anderen Prozess. Dort kündigt ein Frachtführer dem Empfänger die Zustellung an und protokolliert erfolglose Kontaktversuche – ein Thema der letzten Meile, meist an Privatadressen. Mit dem Wareneingang eines Speditions- oder Dienstleisterlagers hat das nichts zu tun.
Diese Seite behandelt ausschließlich die eingehende Richtung: die Avisierung an das Lager, das den Wareneingang durchführt. Wer die Begriffe gegeneinander abgrenzen will, findet beide Richtungen im verlinkten Beitrag zum Avis erklärt.
Nächste Schritte
- 1Avisierung erfassen
Lieferavis mit Referenz und erwarteten NVE/SSCC anlegen – manuell oder per CSV-/Excel-Import.
- 2Am Tor prüfen
Sendung beim Eintreffen mit Avis abgleichen und NVE/SSCC scannen.
- 3Einlagern
Artikel zuweisen und auf Lagerplätze buchen – Bestand ist sofort aktuell.
- 4Nachverfolgen
Jeder Schritt ist im System sichtbar – keine Zettelwirtschaft mehr.
Für wen geeignet
- Speditionen mit regelmäßigem Wareneingang und Avis-Prozess
- Lager, in denen die Lieferavisierung heute per Mail oder Excel läuft
- Teams, die NVE/SSCC systematisch prüfen müssen
- Lager, die Rückfragen am Tor und bei Beständen reduzieren wollen
Weniger geeignet
- Umfelder ohne strukturierten Wareneingang
- Organisationen, die nur eine statische Eingangsliste statt Prozessstatus benötigen
- Zustellavisierung an Empfänger inklusive Terminabstimmung und Avisierungsversuchen – das ist ein Prozess der letzten Meile, nicht des Wareneingangs
Häufige Fragen
Typische Ergebnisse aus anonymisierten Einführungen
- Typische Einführungen zeigen 20-35 % kürzere Wareneingangs-Durchlaufzeiten, wenn Avisierung und WE-Scan nicht mehr über Papier und Excel verteilt sind.
- Rückfragen am Tor sinken meist zuerst, weil Referenz, Lieferung und Kennzeichnung in einem Prozess zusammenlaufen.
- Der größte Hebel ist selten nur Scanning, sondern die eindeutige Zuordnung von Avis, Lieferung und Bestand in derselben Quelle.